Mit viel Getöse möbelt Til Schweiger in John McClane Manier die fast schon angestaubte ARD-Fernsehreihe „Tatort“ auf. Der neue Tatort aus Hamburg ist anders als einige seiner Pendants, die manchmal den Zuschauer alles andere als gut unterhalten. Langeweile ist Fehlanzeige: Keine langen Gespräche zwischen den Protagonisten und auch keine weichgespülten Mimen. Die Vorschusslorbeeren in Form von 12,57 Millionen Zuschauern hat sich das ganze Ensemble redlich verdient.
Schweiger Tatort: Endlich mal Unterhaltung
Ein Mix aus Actionsalven, coolen Sprüchen und eine Story, die nicht abgehoben sondern fast bodenständig übertrieben wirkt. Gut: Einige Actionszenen made in Hamburg wirkten wie aus der Videospiel-Shooter-Retorte, aber mit Hollywood wollte sich der neue Tatort auch nicht messen. Die Erwartungen, die in den Krimi im Vorfeld gesteckt wurden, wurden erfüllt. Der Zuschauer erwartete Til Schweiger und bekam Til Schweiger: Den Gefühlvollen a la Kokowäh (immerhin durfte auch Schweigers Tochter Luna ran) und den groben, den man lange nicht gesehen hat.
Alles spricht und schreibt von Schweiger, aber das grandios aufspielende Schauspielerteam um ihn herum darf einfach nicht vergessen werden: Fahri Ogün Yardım, den Schweiger schon aus gemeinsamen Produktionen kennt, überrascht mit viel Witz in der Rolle als Schweigers (Nick Tschiller) Kollege Yalcin Gümer. Auch Mark Waschke gesetzt als Bösewicht Max Brenner überzeugt auf der ganzen Linie. Zu sehen war auch Wotan Wilke Möhring, der ab dem 28. April 2013 zusammen mit Petra Schmidt-Schallter ebenfalls im Ersten und in Hamburg ermittelt.
Was bleibt ist ein Tatort mit großem Budget, vielen sehenswerten Bildern und vor allem Pro- und Contra Diskussionen, die auch übermorgen noch anhalten.
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